Christin Müller - Stottern behandeln mit Atemtherapie?
Shownotes
Hallo und herzlich willkommen im Stimmlabor. Hier erforschen wir in jeder Folge die interdisziplinäre Welt der Stimme. Mein Name ist Julia Lukaschyk und heute bei mir zu Gast ist Christin Müller. Christin ist Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin und studierte nach ihrer Ausbildung Logopädie im Bachelor und Master. In ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich mit einem für die Atem-, Sprech- und Stimmlehre sehr relevanten Thema: der Erforschung der Atempause und hat dazu kürzlich einen Artikel in der neuen Fachzeitschrift Voice Sciences publiziert (https://reference-global.com/article/10.2478/ijvs-2025-0005). Wer also mehr dazu lesen möchte, schaue hier nach dem Artikel, der im Open Access verfügbar ist. Ansonsten oder auch zusätzlich, viel Spaß bei dieser Folge, in der wir uns mit dem Thema Redeflussstörungen befassen und Christin uns von einem spannenden Forschungsprojekt aus der Schule Schlaffhorst-Andersen berichtet.
Diese Folge hat sehr gut aufgezeigt, wie zeitintensiv Forschung ist, welche Ressourcen sie braucht und welches Engagement notwendig ist, um eine Forschungsprojekt von der Planung in die Anwendung zu bringen. Christin und auch andere Mitglieder der Forschungsgruppe werden beim diesjährigen Bad Nenndorfer Therapietag dabei sein und diesen mit einem Vortrag und Workshop bereichern, wenn Dich das interessiert, komm gerne vorbei und melde Dich jetzt noch an über die Seite des Institutes Schlaffhorst-Andersen.
Ich hoffe auch Du konntest Dir etwas mitnehmen und hast eine neue Perspektive gewonnen und ich freue mich, wenn Du auch das nächste Mal dabei bist, wenn wir gemeinsam die interdisziplinäre Welt der Stimme erforschen.
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00:00:10: Hallo und
00:00:10: herzlich willkommen im Stimmlabor!
00:00:13: Hier erforschen wir in jeder Folge die interdisziplinäre Welt der Stimme.
00:00:17: Mein Name ist Julia Lukaschek, heute bei mir zu Gast ist Christine Müller.
00:00:22: Christine ist Atem-Sprech- und Stimmlehrerin und studierte nach ihrer Ausbildung zudem Logopädie im Bachelor & Mastern.
00:00:29: In ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich mit einem für die Atemsprech-und Stimmlehre sehr relevanten Thema nämlich der Erforschung der Atempause und hat dazu kürzlich einen Artikel in den neuen Fachzeitschrift Voice Sciences publiziert.
00:00:42: Wer also mehr dazu lesen möchte, schau hier gern nach dem Artikel der im Open Access verfügbar ist.
00:00:47: Ansonsten oder auch zusätzlich viel Spaß bei dieser Folge!
00:00:51: In der wir uns mit dem Thema Redeflussstörungen befassen und Christine uns von einem sehr spannenden Forschungsprojekt aus der Schule Schlafhorst Andersen berichtet.
00:01:01: Den Anfang zu finden das finde ich meistens das Schwierigste?
00:01:06: Und meine Technik ist eigentlich direkt reinzustarten.
00:01:10: Einfach mitten rein ins Thema.
00:01:12: und wir wollen sie heute mit Redeflussstörungen beschäftigen, da gibt es ja so ein Heimmittelkatalog.
00:01:16: Jetzt habe ich gerade im ersten Semester unterrichtet für die ist das alles neu.
00:01:21: Vielleicht denken uns jetzt solche Personen, wenn wir mal erklären was so ein Heilmittelkataloge ist, also müssen Sie das nicht von der PIK aufbauen.
00:01:28: aber die Rede Flussstörung, da gibts ja RE-I und RE-II.
00:01:32: Magst du uns darüber mal etwas erzählen?
00:01:36: Ja, also eigentlich unterscheiden die sich ja komplett in der Symptomatik.
00:01:40: Also das eine wäre dann Stottern, wäre Redefluss eins und dann Poltern, Redefluß zwei.
00:01:48: Wobei ich auch ein praktisch erlebt habe, dass beides zusammen auftritt und man muss sich dann entscheiden will ich jetzt eher Schwerpunkt stottern oder will ich den Schwerpunkt Poltern behandeln?
00:02:02: Möchtest du noch mehr wissen?
00:02:04: Nee, das passt doch schon ganz gut für den Einstieg.
00:02:07: Es kann unabhängig voneinander auftreten und es kann auch gemeinsam auftreten.
00:02:11: Das ist ja schon mal total spannend.
00:02:15: Wenn es gemeinsam auftritt, dass ich dann einen Schwerpunkt setze und je nachdem was auf der Verordnung draufsteht, dass eben als Schwerpunktern bearbeitet wird.
00:02:23: Eigentlich für die Kontinuenz der Therapie ist sehr hilfreich wenn beides zusammen ist.
00:02:27: da kann man immer wieder zwischen Indikationsschlüsse wegsehen denke ich gerade.
00:02:31: Wenn's ein Problem gibt mit der Verordnungsmenge?
00:02:34: Dann ist das vielleicht ganz praktisch, dass zu machen.
00:02:38: Und du hast dich ja jetzt hier im Rahmen eines Forschungsprojektes mit dem Thema Stottern beschäftigt?
00:02:44: Da ist ein tolles Therapiekonzept entstanden und darüber wollen wir uns unterhalten.
00:02:48: Genau!
00:02:49: Das interessiert mich genau was ihr da gemacht habt.
00:02:51: Vielleicht auch von der Idee zur Umsetzung also Forschungs-Projekt und Berufsfachschule.
00:02:57: Da könnte man ja auch schon so ein bisschen stutzig werden, weil das Forschungsprojekt hast du nicht alleine durchgeführt oder bearbeitet.
00:03:03: Sondern da waren eben ganz viele Akteurinnen dabei.
00:03:07: Vielleicht magst du mal erzählen wie diese Idee aufgekommen ist und wie ihr das dann umgesetzt habt?
00:03:12: Und wie sich vielleicht auch so das Team aus Lehrkräften und SchülerInnen zusammensetzt wie ihr gearbeitet habt.
00:03:20: Ja, genau ich freu mich dass sich die anderen so repräsentieren darf.
00:03:23: aber tatsächlich sind wir eine raumpfüllende Gruppe gewesen mehrere reduzierende und auch mehrere SchülerInnen die jetzt auch zwischendurch mal im Praktikum waren oder jetzt auch in Praktikum sind und wieder dazukommen Und natürlich auch irgendwie diese Forschungsgruppe durch ihre Praktikkonserfahrungen bereichern.
00:03:42: das finde ich total toll.
00:03:44: Und am Tolzen war noch immer diese Fingtanks, kann man sie ja sogar nennen.
00:03:48: Wenn man zusammen da sitzt und gemeinsam überlegt, wie ist es jetzt?
00:03:52: In welche Richtung wollen wir ... Eigentlich hat den Aufschlag mein lieber Kollege Jens Kramer gegeben, der sagt im Bereich Stottern, dann müssen wir was machen!
00:04:04: Müssen wir sowieso im Konzept Schlafost anlassen und möchten auch gerne.
00:04:08: Wir haben uns vorgenommen, uns mal damit auseinanderzusetzen und haben noch Marie-Louise Wobertepuisot eingeladen, die ja schon sehr lange Praxiserfahrung auch mit dem Stottern hat.
00:04:22: Und sowieso in der Praxis viel war aber eben auch diese leerenden Seite kennt.
00:04:28: Und genau mein Kollege Florian Konsezar war auch dabei.
00:04:35: Und so haben wir uns getroffen.
00:04:38: Wir hatten sogar auch eine stotterne Person dabei, was uns total geholfen hat unser ganzes Gedankengut mal zu sortieren und dass der dann sagt ja das finde ich relevant.
00:04:48: nee das finde nicht relevant.
00:04:51: Ja sodass dann dieses Baustein Konzept entstanden ist eigentlich.
00:04:56: Und wir wollten jetzt nicht nur gucken, ah wo ist Schlafhaus Anderson in dieser ganzen Stottertherapie.
00:05:03: Die ja Deutschland und sogar weltweit ein Thema ist und beforst wird und wo sich viele kluge Köpfe mit auseinandersetzen.
00:05:11: Wo es auch schon ganz viele Evidenzen gibt was man tun sollte oder was man eben nicht tun sollte.
00:05:17: Da haben wir versucht... diesen aktuellen Stand auch mit einzubeziehen, sodass eben zum Beispiel die Sprechtechnik ein Baustein ist oder so ein Thema Atmung.
00:05:28: Was man ja der Atem-Sprech- und Stimmlehrer zuschreibt oder Stimme-Kommunikation das ist ein Baustellen im System.
00:05:35: aber wir wollten jetzt nicht nur das beforschen.
00:05:38: Wir haben uns dann auch noch gedacht gehen wir an die Grundlagen weil wir finden total interessant wie ist es denn was passiert in der Artikulationsmechanik?
00:05:47: Was passiert in Eratmungen vor allen Dingen beim Stottern, weil man kann das ja sogar ganz körperlich beobachten.
00:05:54: Diese Reaktionen die bei dem Stotter entstehen und haben sogar über Neurologie nachgedacht.
00:06:01: also wir sind wirklich in alle Richtungen gegangen.
00:06:04: Haben uns auch noch vernetzt mit einem Professor wo wir überlegt haben A gehen wir ins MRT vielleicht sogar dass wir da genauer an die Grundlagen gucken können.
00:06:18: Vielleicht machen wir doch das, was wir im besten können mit den Menschen zu arbeiten.
00:06:22: So dass es dann jetzt in der Einzelfallstudie gemündet ist mit zwei Teilnehmenden.
00:06:27: und genau da haben wir dieses Bausteinkonzept gemeinsam entworfen und Therapie durchgeführt und das einfach wahnsinnig viel gemessen.
00:06:37: Spannend!
00:06:38: Es klingt nach einem Riesenkonzept.
00:06:42: Da waren Leute in Praktikum, sind wiedergekommen und da kann man den Zeitaspekt vermuten, dass das nicht innerhalb eines Semesters entstanden ist.
00:06:54: Das hat sich über eine lange Zeit erstreckt von der Idee zur Umsetzung.
00:06:58: Es dauerte natürlich auch die Umsetzung und die vorausgegangene Planung.
00:07:03: Das braucht sehr viel Zeit, eine Studie zu planen, eine Methodik zu planern ... Also ihr habt viel gemessen, ihr habt ja nicht wahrlos irgendwas gemessen.
00:07:11: Sondern ihr habt euch genau Gedanken gemacht was ihr messen möchtet und auch zu welchen Messzeitpunkten ihr das tun möchtest.
00:07:19: Und ja also dieser zeitliche Aspekt den würde ich hier gerne nochmal so betonen dass Forschung eben nicht in der Regel über Nacht entsteht sondern Zeitbrauch auch.
00:07:29: Du hast es gut beschrieben, dass das gewachsen ist und dass ihr verschiedene Eventualitäten abgewogen habt und geschaut hat, wo könnt ihr euch aus Bezugswissenschaften bereichern?
00:07:41: oder was gibt's schon?
00:07:43: Und wie kann der Schlaf aus anderen Einzug finden?
00:07:46: Das war das Hauptanlegen zu gucken.
00:07:49: Wir haben eine Vollzulassung ... stotternde Menschen behandeln.
00:07:54: Wir können das natürlich auch bedienen aus Konzepten, die es schon gibt.
00:07:57: Da können wir vielleicht ja auch gleich noch mal drauf eingehen was es da so gibt und wie kann aber Schlaffhorst andersen?
00:08:03: Also also die Kernelemente der Arbeit aus diesem Konzept da trotzdem Einzug finden.
00:08:10: Und ist dafür nicht außer Acht gelassen werden dass die beiden Damen schlaffhos und Andersen jetzt nicht an stottern ne Person primär gedacht haben als sie damals dieses Konzept sich so ausgedacht haben oder gelebt haben, kann man ja sagen.
00:08:24: Und dann muss man halt sehen ... Dann kommt eine Gleichschnittung mit der Logopädie und ändern sich auch Dinge.
00:08:30: Deswegen muss ein Konzept dynamisch bleiben und sich mitverändern.
00:08:35: Dann kann man schauen inwieweit man Bestandteile aus dem Ursprünglichen beibehalten kann und inwie weit man vielleicht sich auch mit Neurem auffüllen muss.
00:08:45: Das ist eigentlich immer meine ... Wenn ich denke, Schlafhaus Andersen würde noch leben, dann hätten die genau das gemacht.
00:08:52: Dann wird es dieses Ure-Eigene wahrscheinlich gar nicht mehr so geben, sondern die hätten immer wieder geguckt was gibt es Neues?
00:09:00: Wie können wir diese Einflüsse nutzen?
00:09:02: Also da wäre's nicht stark geblieben.
00:09:04: also deswegen ist eigentlich schade dass Menschen versterben und dass es dann auf einmal so festgehalten wird und es wird versucht genauso beizubehalten Weil ich glaube, wenn die Menschen weiterleben würden, dann würden sie dynamisch bleiben.
00:09:16: Also gerade wenn man in so einem Bereich arbeitet, ist man gewillt da am Nerv der Zeit irgendwie auch zu bleiben und zu gucken was die Menschen brauchen Und die Bedarfe ändern sich Genau
00:09:28: Ja, so haben wir Sie ja irgendwie im Kopf.
00:09:29: Wenn man sie sich vorstellt Dann denkt man ja eigentlich so an aktive Forscherinnen Die da voll reingehen und sich damit auseinandersetzen.
00:09:38: Ich denke diesen Forscher-Innengeist Den behalten wir bei.
00:09:42: Und kein starres Konzept, sondern wie du sagst ein Konzept was sich auch mit neuen Erkenntnissen und Gegemheiten auseinandersetzt und ja sich weiterentwickelt.
00:09:54: Ja voll schön!
00:09:55: Lass uns mal gucken... Was gibt's denn eigentlich im Rahmen von Stottertherapie schon?
00:10:00: Da gibt es ja so verschiedene Ansätze.
00:10:04: Fluency Shaping ist da vielleicht ein Schlagwort Non-Avoidance, Stottermodifikation Magst du dazu was sagen?
00:10:11: Also vielleicht, was für dich unter diese Begriffe fällt oder aber auch wie ihr das jetzt verwendet habt.
00:10:16: Also kann man diese Anteile irgendwo in euren... Bausteinen wiederfinden, wir müssen sowieso gleich noch über die Bausteine sprechen.
00:10:25: Der Begriff ist jetzt gefallen aber was heißt das denn eigentlich?
00:10:27: Ich denke dann an Lego.
00:10:30: Krieg ich da ein cooles Fahrzeug hinterher gebaut oder... Was machen diese Baustein?
00:10:36: Also die Mitte ist erstmal die Person der Mensch.
00:10:39: Wir haben so eine schöne Sketch Note Abbildung von dem Konzept.
00:10:46: In der Mitte steht die individuelle Person und wir haben das wie eine Sonne aufgebaut, dass man verschiedene Strahlen hat an Bausteinen, die es zu beachten gilt und wo auch die Person in der Mitte mitentscheiden darf, welche von diesen Baustein sind wichtig für mich?
00:11:05: Und wir haben diesen Bereich Sprechfluss, haben wir ihn genannt.
00:11:10: Da würden jetzt diese Methoden zum Beispiel reinpassen die du genannt hast, Fluency Shaping oder Stottermodifikation und die sind aber gleichwertig zu betrachten mit Arbeit an Atmung, Arbeit an Kommunikation.
00:11:24: also dazu gehört ne?
00:11:26: Wie artikuliere ich zb?
00:11:28: wie kann nicht meine Die Personen gegenüber auch anschauen, wie kann ich ins Gespräch kommen?
00:11:34: Weil das Beinflusstört dann ja auch.
00:11:38: und auch dieser Bereich Bewegung, also wie ist der Körper?
00:11:40: Wie verhält sich der Körper.
00:11:42: Und die haben wir so als Basis auf dem das ... Die Sonne steht, würde ich mal sagen.
00:11:46: Darüber haben wir den ganzen Baum mit, dass Eigenwahrnehmung wichtig ist, Akzeptanz wichtig ist.
00:11:53: Das Umfeld ist wichtig, dass die Therapie nachhaltig ist.
00:11:58: Ja, so wird es eigentlich aufgebaut.
00:12:01: Und Fluency Shaping, Stottermodifikation würde ich jetzt diesen Bereich Sprechfluss zuordnen.
00:12:08: Fluency-Shaping zielt darauf ab, die komplette Sprache neu zu strukturieren.
00:12:14: In der Leitlinie steht es als Sprechrestrukturierung, dass man eigentlich keine Fondationspausen hat, sondern durchgehend phoniert und am Anfang klingt das wie ein Singensang und wird dann immer mehr an die Sprechnatürlichkeit angeglichen.
00:12:31: In der Stottermodifikation würde man schauen, dass man die einzelnen Stottereignisse rausnimmt und versucht mit der Person die Kontrolle darüber zu erarbeiten.
00:12:44: Dass sie die Befähigung bekommt, wenn das Stotte-Ereignis kommt, das zu deblockieren.
00:12:53: Gerade dieser Ansatz, ich finde den passt total gut ... mit den Methoden aus dem Konzept Schlaforst Andersen zusammen, weil da kann man so richtig ins Experimentieren gehen.
00:13:05: Und das ist auch individuell verschieden wie eine Person ... Also erst mal was bei einer Person passiert beim Stottern aber auch was der dann hilft und da zum Beispiel über Atmungen reinzukommen oder einen Rhythmus oder einen weichen Stimmeinsatz vielleicht hilft der Person noch eine Bewegung?
00:13:26: Das ist total spannend!
00:13:28: Aber dazu gehört natürlich auch die Desensibilisierung.
00:13:31: Also dieses, hey, Stottern ist nicht schlimm!
00:13:34: Das passiert einfach und wir üben in der Therapie sogar Stottern.
00:13:39: Die kommen zu uns und wir stottern dann erst mal fröhlich.
00:13:42: Wir haben auch in der Studie angerufen in Geschäften und haben die Leute voll gestotdert die Hemmungen abbaut, weil das dem Stottern vorbeugt.
00:13:56: Dieser Stress, der beim Stottern entsteht, verstärkt auch noch mal den Stotters.
00:14:01: Das kennen wir aus ganz vielen anderen Kontexten.
00:14:04: Dass diese Angst vor etwas größer werden lässt und wenn ich sie abbaue, dann macht es schon
00:14:11: viel.
00:14:11: Genau!
00:14:13: Ja, vor allem auch aus dem Bereich Stimme.
00:14:15: An denen muss ich gerade denken aber auch an Artikulationstherapie sich dann zu trauen das dann auch auszuprobieren und dieses neue Modell mit in den Alltag zu nehmen.
00:14:26: Das ist ja oft so die große Hürde.
00:14:30: Jetzt hast du schon das Thema Atmung angesprochen?
00:14:34: Und ich würde da gerne mit Vorurteilen, die man vielleicht der leere Schlaf was anderes gegenüber haben könnte aufräumen... Behandelt ihr Stottern nur über Atemtherapie?
00:14:46: Nö.
00:14:48: Also es wäre fahrlässig, jemandem nur
00:14:52: ...
00:14:53: Atemmassage zum Beispiel zu verpassen und dabei am besten nur auf lauten Strömen zu lassen.
00:14:59: Und zu meinen, ja wenn ich das Zwerchfeld stärke dann wird schon alles gut weil Atmung nicht die Ursache sondern oder die Veränderungen von Atemmustern eine Folge ist aber nicht die reine Ursache.
00:15:11: Die ist ja neurologisch Und wie gesagt, das fände ich grobfahrlich.
00:15:16: Sich dann nur an Atmung zu arbeiten oder nur an Stimme.
00:15:20: Ich töne mit der Person klassischerweise.
00:15:23: Ich schwinge die Person oder singe sogar mit der die ganze Zeit.
00:15:27: Das wäre nicht evidenzbasiert und ich glaube, dass tut auch niemand.
00:15:35: Das ist meine Hoffnung, dass es niemand tut.
00:15:37: Und trotzdem besteht ja dieses Vorurteil.
00:15:39: Irgendwann scheint es Menschen gemacht zu haben, sonst gäbe es das nicht.
00:15:44: Vielleicht liegt's auch einfach nur am Namen, dass wir Atemsprecher und Stimulärerinnen heißen.
00:15:49: Dass man denkt, die atmen ja die ganze Zeit.
00:15:53: Aber vielleicht gibt es noch einzelne Menschen, die das tun?
00:15:58: Es gibt aber ganz viele, die es eben anders machen.
00:16:01: Ihr habt euch jetzt nicht ein Konzept überlegt und setzt euch darüber hinweg, was die Forschung sagt.
00:16:06: Sondern ihr habt eben Forschung mit Einbezogen und seid ja auf dem aktuellen Stand.
00:16:11: Und somit ist Atmung natürlich noch dabei aber es ist ein Baustein innerhalb dieses ganzen Konzepts.
00:16:19: Wir heißen auch Atem-Sprech und Stimmlehrerin, nicht nur Atemlehrerinnen.
00:16:22: Weil wir Atmung ja nicht isoliert sehen, sondern Atmungen immer im ganzen System.
00:16:27: Also atmung in Beziehung zum Körper.
00:16:31: Was passiert da noch so?
00:16:32: Atmungsbeziehung zur Artikulation.
00:16:35: Atmingsbeziehungen zu wassabierend für kognitive Kapazitäten um meine Sprache zu planen.
00:16:42: Atmen in Verbindung zu Stimme.
00:16:45: Und ... Atmung funktioniert in diesem Konzept und auch so wie ich atmsprech- und stimmleere Verstehe immer im Zusammenhang.
00:16:55: Wir haben den klassischen Begriff der Wechselwirkungen, der kommt ja bei uns immer wieder... Ja und es sind so Synergieeffekte eigentlich die körperlich entstehen und die sich gegenseitig beeinflussen und so würde ich zum Beispiel mit Atmungen also wir befinden uns ja eine Redeflussstörung.
00:17:11: das heißt Ich denke Atmen immer zusammen mit sprechen.
00:17:15: Immer wenn ich die Atmung beobachte, natürlich beobachte ich die auch mal in Ruhe.
00:17:19: Aber ich beobache sie auch in dem Moment wie jemand spricht und ich kombiniere das dann auch gleich mit einer artikulatorischen Aktivität in der Therapie Werbung.
00:17:33: du arbeitest
00:17:33: im Bereich der Logopädiesprachtherapie.
00:17:36: Oder bist Atem-Sprech- und Stimmlehrer in?
00:17:38: Dann kommst du uns in die Schule Schlaffhorst anlassen.
00:17:41: Am achtundzwanzigste November, zwei Tausendsechs und zwanzig findet hier der Bad Nendorfer Therapietag statt.
00:17:47: Neben spannenden Vorträgen zum Thema Stottern, Stimme und mehr werden in zwei Workshop Phasen auch praktische Einheiten angeboten.
00:17:55: Zudem wird das Programm gerahmt von klassisch schlaff Horstischen Elementen
00:17:59: wie einem
00:17:59: Gruppenbeschwingen einer rhythmischen Stunde und dem gemeinsamen Singen.
00:18:04: Hast Du Lust Dann komm gerne vorbei und melde dich jetzt an unter stimmprofis.de.
00:18:10: Wir freuen uns auf einen inspirierenden Tag mit dir Werbungende.
00:18:17: Jetzt hattest du das Thema Singen schon angesprochen.
00:18:21: Kommt das auch in dem Konzept vor oder eher nicht?
00:18:25: Wie ist es mit dem Stottern allgemein beim Singen, vielleicht magst du dazu was sagen
00:18:30: genau singen.
00:18:32: Ich hatte ja schon gesagt, dort hat er eine neurologische Ursache.
00:18:35: Das heißt wenn ich den neurologischen Pfad ändere was ich mit meiner Sprache und Stimme so tue dann bekomme ich da relativ schnelle Erfolge.
00:18:46: das heißt ich kann über singen weil es natürlich sind sie am Ende dieselben Muskeln aber ist trotzdem ne andere Absicht etwas zu tun.
00:18:54: Das heißt, stotternde Menschen können sich beim Singen flüssig artikulierend und flüssigsstimmeproduzierend erleben.
00:19:04: Und davon würde ich es auch abhängig machen, ob ich mit jemandem singe oder nicht.
00:19:08: Ob das für diese Person einen Mehrwert hat?
00:19:11: Das kann total erhellend sein!
00:19:14: Ich glaube, für die Person selbst kann das auch ganz toll sein wenn sie diese Flüssigkeit im Singen erleben kann.
00:19:25: Ja, dem Gehirn mit dem Körper.
00:19:26: Es hat einen entspannenden Effekt die Atmung geht tiefer ich empfinde Freude Ich kann meine Stimme mal ausprobieren und höre mich selber ganz anders.
00:19:39: Den Effekt kann man natürlich nutzen, aber man muss sich klar sein.
00:19:43: Singen schafft wenig Transfer und ich kann nicht mit den Personen im Alltag singen.
00:19:48: Ich kann ja sehr wohl gucken wie ist meine Atmung beim Singen?
00:19:53: Da habe ich schnell mal geatmet und es hat total ausgereicht.
00:19:56: das wäre super!
00:19:57: Wenn ich zum Beispiel Atempausen hilfreich finde, dann könnte ich die natürlich im Singen trainieren und das auf das Sprechen transferieren.
00:20:04: Also würde es nicht systematisch ausschließen aber ich würde nicht nur mit einer Person singen.
00:20:09: Ja und ich glaube das Wichtige was du da jetzt sagst ist eben dieser Transfer dass der also außer die Person strebt an ausschließlich in Zukunft noch singend sich zu im Artikulieren, aber das ist ja wahrscheinlich eher ausgeschlossen.
00:20:24: Wenn dem so wäre dann wär das genau das Mittel der Wahl!
00:20:27: Wir befinden uns ja an einer diversen Gesellschaft
00:20:29: also warum nicht?
00:20:31: Genau ich habe jetzt gerade gedacht weil du es eigentlich vorhin auch nochmal so beschrieben hast mit dem Fluency Shaping dass das ja auch ein Sing-Sang ist zumindest am Anfang.
00:20:42: wie nah das am Sing dran ist Ob man vielleicht über das Singen in das Fluency-Shaping kommen könnte, dafür kenne ich mich auch zu wenig mit der Methode selbst aus.
00:20:52: Aber ob es eine Herangehensweise wäre, erst mal diese Erkenntnis zu haben.
00:20:58: Es geht völlig flüssig und dann versuche ich das in Sprache zu etablieren und habe einen Übergang von Singen entsprechen.
00:21:06: Und er ist irgendwie fließend.
00:21:08: Voll die spannende Idee!
00:21:09: Das möchte ich direkt mal praktisch ausprobieren...
00:21:14: In der Vorbereitung habe ich dann noch an einen Film gedacht.
00:21:17: Den kennst du sicherlich, The King's Speech.
00:21:20: Also zumindest in meiner Verwandtschaft ... Das war meine nicht so in der Zeit wo ich die Ausbildung gemacht hab, wo er gerade rausgekommen ist.
00:21:27: War das so der Film?
00:21:28: Wo dann viele gesagt haben achso dass therapierst du nachher auch.
00:21:30: also Leute die sich vielleicht nicht so viel mit Logo PD auseinandersetzen Denken dann immer an lispelnde Kinder und an stotternden Menschen.
00:21:39: Haben sie dann plötzlich gedacht durch diesen Film?
00:21:41: Das war anders, was ich gemacht habe.
00:21:43: Und da war Rauchen auch die Lösung, ne?
00:21:45: Also da hat der Sprachtherapor nicht mehr.
00:21:47: Ich meine ihm empfohlen er solle rauchen.
00:21:52: Ist das auch ein Baustein
00:21:53: für euch?
00:21:57: Ein Element auf jeden Fall... Was ich so aus diesem Film erinnere, war dass die Person Kopfhörer aufbekommen hat auditiv kontrollieren konnte und dann vorgelesen hat, flüssig war.
00:22:09: Ist das etwas was in der Therapie auch wirklich Anwendung findet?
00:22:13: Oder habt ihr das in euren Konzept irgendwie auch mit drin?
00:22:15: diese auditive Kontrolle ist die immer mit dabei oder wird sie auch mal ausgeschaltet über Kopfhörer oder ähnliches?
00:22:24: Wir haben es jetzt nicht direkt mit drinnen Und dass es auch wieder ein Ein Trick sag ich mal, um anders die Neurologie zu beeinflussen.
00:22:34: beim Sprechen würde ich sagen.
00:22:36: Und das kann man machen!
00:22:38: Ich glaube es ist spannend für eine Person wenn sie dabei aufgenommen wird und sich dann selber hört weil sie kann sicher nicht in dem Moment hören.
00:22:45: aber da ist auch wieder die Frage nach dem Transfer.
00:22:48: also ich kann ja nicht im Alltag immer Kopfhörer aufhaben und dann sprechen ohne mich selber zu hören.
00:22:53: Also deswegen Ich glaube, es ist ein spannendes Experiment für jemanden der Stottat.
00:22:59: Aber haben wir nicht aktiv mit einbezogen?
00:23:04: Was wir aber sehr wohl drin haben, ist dieser Aspekt der Selbstwahrnehmung.
00:23:09: Weil der auch eine Ressource ist.
00:23:11: Also wenn ich merke was bei mir gerade los ist mit meinem Sprechen, mit meiner Atmung, mit meinem Körper, mit einem Stresslevel, mit einer Gesprächspartnerin oder einem Gesprächspartner, was die gerade tut und mich beeinflusst Das kann eine große Ressource sein.
00:23:29: Und da haben wir natürlich auch den auditiven Kanal, ne?
00:23:32: Wir können ja Stimme und Sprechen nie ohne den auditive Kanal denken.
00:23:36: D.h.,
00:23:37: der ist schon sehr bewusst dabei.
00:23:40: Wir haben jetzt in der Studie ganz viel mit Videoaufnahmen gearbeitet also dass die Person einfach sieht und hört und beobachtet was passiert denn bei mir eigentlich beim Stottern und wer uns das danach zusammen angeguckt.
00:23:53: Und ich hatte den Eindruck, das war ein großes Aha-Erlebnis.
00:23:59: Ja, spannend!
00:24:01: Ist es dann auch schon im Bereich der Transferarbeit zu verorten?
00:24:06: Du hast vorhin Berichte, dass ihr auch irgendwo angerufen habt ... Klassisches Invivo-Training würde man das nennen.
00:24:14: Was wir aus der Stottertherapie sehr stark auch kennen, aber was in anderen Therapievormen viel mehr praktiziert werden müsste.
00:24:21: Wenn ich an Stimme denke, dann braucht es diesen Transfer aus diesem sicheren Therapieraum raus in die Welt oder ... viele Kinder mit Mutismus.
00:24:30: Das ist ja schön und gut, dass sie irgendwann mit mir sprechen aber sie müssen diesen Horizont erweitern.
00:24:35: dann muss ich auch rausgehen und das Umfeld irgendwie erweitert und das in den Alltag etablieren.
00:24:40: Wie habt ihr das umgesetzt?
00:24:42: Diesem Baustein was für Ideen habt ihr da irgendwie aufgegriffen?
00:24:48: Der war ganz viel dabei und ich habe für mich auch gemerkt dass ich das noch nie vorher gemacht habe, dass sich mit einer Person direkt am Anfang in den ersten paar Stunden sind wir gleich haben angerufen.
00:25:03: Haben mit fremden Leuten aus der Praxis gesprochen auch wenn das neue noch gar nicht erarbeitet war.
00:25:09: aber es ging ja auch ums Stottern lernen also bewusst stottern und in fast jeder Therapiestunde auch den Transfer nach draußen zu schaffen sei es die Familie kommt mit.
00:25:21: Dort, wo ich die Therapie selber mit durchgeführt habe war es eine große Praxis.
00:25:25: Da trifft man auch mal wen draußen.
00:25:27: Leider war's in so einem Gewerbegebiet, dass man irgendwo an Dresen gehen kann in die Bäckerei oder so.
00:25:36: Deswegen mussten wir uns dann helfen und haben sehr viel telefoniert.
00:25:40: Wir haben auch sehr davon profitiert, dass wir so eine große Studiengruppe waren.
00:25:44: Das heißt es ist immer mal wer von der Truppe mit dazugekommen was so eine totale Win-win Situation war weil die Personen die mit reinkommen natürlich total viel entdecken sich einbringen konnten und beobachten konnten.
00:25:57: wir konnten uns danach austauschen.
00:25:59: das war total schön.
00:26:02: Für die Teilnehmenden, für die Patienten war es immer wer Neues.
00:26:07: So kann ich gar nicht aus der Hemmung kommen, sondern wir gleich ins Ausprobieren kommen.
00:26:15: Ja, total spannend!
00:26:16: Jetzt sagst du gerade Hemmungen... Ich habe jetzt kürzlich einen Artikel in der Lob ausgelesen und da ... äußert sich Wolfgang Wendland.
00:26:28: Artikel heißt Stottertherapie ohne Einstellungsänderung kein Erfolg und es ist eine sehr spannende Artikel, wie ich finde und er hangelt sich eigentlich an so Merksätzen entlang Und ich würde jetzt einfach mal ein paar hier vorlesen und das wird ihm als Aufhänger nehmen und vielleicht auch darüber nachzudenken weil du auch gesagt hast dass ihr viel erstmal gar nicht an dem Abbau des Stotterns gearbeitet hat, sondern erst mal stottern ist da.
00:26:57: Das ist einfach ein Fakt.
00:26:58: und wie ist denn das eigentlich?
00:27:00: Das eigentlich kennenzulernen also eigentlich eher erstmal anzugucken und sich damit irgendwie vertraut zu machen.
00:27:06: und so verstehe ich diese Einstellungsänderung die Wolfgang Wendland jetzt hier beschreibt nämlich auch dass dass ich eine Akzeptanz dafür haben muss, also eine Krankheitsakzeptanz im Grunde.
00:27:19: Und dann aber gucken muss was akzeptiere ich da eigentlich?
00:27:22: Wie zeigt sich denn das Symptom?
00:27:25: oder wie zeigt sich das Stott haben?
00:27:27: und er hat so den Therapieprozess in verschiedene Anteile aufgeteilt und dann eben so verschiedene Merksätze für diesen Bereich immer ... hier aufgelistet.
00:27:39: Und für den Bereich Therapiebeginn habe ich jetzt mal einen herausgegriffen, und zwar heißt der neues Verhalten das überdauert er gibt sich nur durch Übung und Erfahrung.
00:27:51: Ich fand es ganz spannend weil es zeigt ja dass Therapie gut und schön ist aber es muss eben raus in den Alltag und es muss geübt werden.
00:28:01: Habt ihr das aufgegriffen?
00:28:02: habt ihr Hausaufgaben vergeben?
00:28:04: In welcher Frequenz habt ihr eigentlich die Therapie durchgeführt?
00:28:06: Vielleicht kannst du dazu noch mal was sagen.
00:28:09: Mhm, ja genau Hausaufgaben gab es immer wieder also eher im Sinne von das Bekannte aus der Therapie mit nach Hause nehmen und mal mit wem anders sprechen vorlesen heimlich die Übung machen und niemand merkt's.
00:28:28: Ja so etwas haben wir immer wieder mitgegeben und da hängt sie auch sehr an den Personen.
00:28:32: wie sehr können transferieren oder selber neue Ideen gewinnen.
00:28:38: Unsere Teilnehmer waren zwar Jugendliche und ja das war da manchmal schwierig, dass es umgesetzt wurde und auch genauso angewendet wurde.
00:28:51: Ja aber das ist die Realität mit der müssen wir umgehen.
00:28:55: Warum war das denn schwierig?
00:28:56: Also meinst du Was mit dem Alter zu tun?
00:29:00: Wie bin ich selber strukturiert, wie kann mich meine Familie dabei unterstützen das auch zu üben und so was Regelmäßiges zu machen aufrechtzuerhalten.
00:29:12: Kann man es am Bildungsgrad festmachen?
00:29:14: Nee nicht unbedingt glaube ich also wie sehr sich jemand halt strukturieren kann und dass er auch mitnehmen kann.
00:29:21: Und bei uns glaube ich sehr viel in der Therapie entstanden.
00:29:26: Die Frequenz hast du noch angesprochen, die haben wir einmal die Woche gemacht.
00:29:29: In meiner Empfindung war es zu wenig und hätte ich auch gerne anders gemacht.
00:29:33: aber wir mussten ja diesen ganzen Rahmen irgendwie umsetzen und dann muss man manchmal abwägen was ist jetzt praktikabel?
00:29:40: Was können wir eigentlich leisten hier, die das nebenbei machen den nicht hauptberuflich fürs Forschen bezahlt werden?
00:29:48: Und wie oft können die Patienten auch also von denen beiden?
00:29:54: Der Wunsch, das einmal die Woche zu machen habe ich so empfunden.
00:30:00: Aber in der Praxis würde ich noch mal eine Stottertherapie machen.
00:30:02: Ich würde sie mindestens zweimal wenn nicht sogar dreimal einbestellen und vielleicht eher an Intervallen
00:30:07: arbeiten.
00:30:08: Und in den Leitlinien wird ja auch Intensivtherapies empfohlen also dass es einen längeren Aufenthalt gibt, dass man Kontakt zu Gruppen kommt.
00:30:18: Und das Setting hatten wir jetzt nicht, aber darum ging es auch gar nicht.
00:30:22: Weil wir erst mal gucken wollten wie ist denn da so wie Stottertherapie gerade stattfindet?
00:30:29: Nämlich sie kriegen eine Verordnung.
00:30:31: die Schule sagt ah da muss was passieren.
00:30:32: und dann ist der erste Weg in die europäische Praxis.
00:30:35: und was tue ich dann?
00:30:36: da und da kommt es halt vor dass stotternde Menschen ein bis zwei Mal die Woche vorbei kommen.
00:30:41: und was mache ich mit denen?
00:30:44: und dafür kann unser Konzept ein Beitrag sein.
00:30:48: Aber wie du sagst, diese Verhaltensänderungen oder wie es da beschrieben ist, die sind total wichtig und dass ich selber die Wichtigkeit erkenne und lerne das Stottern so anzunehmen.
00:31:02: Spannend!
00:31:03: Wir gehen wir jetzt zum nächsten.
00:31:04: Da geht es um Desensibilisierung Und da habe ich mal einen Merksatz rausgegriffen, der lautet Scham und Stotterangst sind Gefühle die dir den Weg in die Vermeidung gewiesen haben.
00:31:16: Sie entstehen beim Kind das nicht begreift warum es stottert oder dass verletzt wurde durch negative Reaktionen von Mitmenschen auf sein Stottern.
00:31:25: Die negativen Gefühlen können im Erwachsenenalter weichen wenn verstanden wird, dass Stotters eine von der Natur vorgegebene Sprechweise ist die sich selbstbewusst abbauen lässt.
00:31:38: Was sagst du
00:31:40: dazu?
00:31:40: Erst mal finde ich das sehr schön auf den Punkt gebracht, weil es ist einfach eine neurologische Gegebenheit des Stottern.
00:31:50: Wir gehen erst einmal davon aus, dass es an sich nicht weggeht.
00:31:54: Ich habe noch mal gelesen, dass sich sogar Hirne umstrukturieren können – ein Hoch auf die Neuroplastizität!
00:32:01: Es ist erst mal da und damit kann ich ganz selbstbewusst sein.
00:32:06: Ich finde gerade in den letzten Jahren, was wir für Diversitätsfortschritte haben ... Da gehört es zu einer Gesellschaft das Menschen stottern.
00:32:16: Und dass sie sich nicht zurücknehmen müssen nur weil sie stottern.
00:32:20: Natürlich erleben Sie leider im Alltag, das haben auch unsere beiden Patienten berichtet immer wieder Konfrontationsmomente.
00:32:28: So eine Stigmatisierung?
00:32:29: Ja genau!
00:32:32: und dass sie sich dann einfach zurückhalten.
00:32:34: Das wirkt sich natürlich auch auf das Selbstbild aus, was bin ich für einen Mensch?
00:32:40: Wie bin ich in Kommunikationen?
00:32:42: Was mache ich?
00:32:43: Wo halte ich mich zurück?
00:32:44: Telefonieren probiere ich gar nicht erst.
00:32:48: Ja.
00:32:48: Das wird sich da natürlich aus.
00:32:51: Und das ist so ein großer Faktor.
00:32:52: Absolut!
00:32:53: Ich finde es wirklich hier schön beschrieben von der Natur vorgegebene Sprechweise.
00:32:58: Und jede Person hat ja eine ... bestimmte Sprechweise, natürlich kann man die zu einem bestimmten Grad auch modifizieren und manches ist halt einfach so.
00:33:09: Die mittlere Sprächsstimmlage ist ja eigentlich auch festgelegt durch die Länge der Stimmlippen.
00:33:14: Natürlich kann ich das auch modificieren aber das hat dann im Bezug auf Belastung weit reichende Folgen.
00:33:20: also wenn ich dann eine Stimme sehr stark belassen möchte, dann ist es viel belastender, wenn ich das außerhalb meiner mittleren Sprächstimlage tue.
00:33:26: und diese Akzeptanz
00:33:29: Und jetzt grade war so schön, weil ich glaub du hast grad mittlere Sprechstimmlage gesagt.
00:33:35: Man stottert einfach beim Sprechen.
00:33:38: Es ist jetzt nicht das, was man als Stottern diagnostizieren würde aber alle Menschen haben Sprechunflüssigkeiten oder diesen Moment.
00:33:46: wenn man noch mal kurz nachdenkt, was will ich denn eigentlich sagen?
00:33:50: Unsere Alltagssprache ist von Unterbrechungen geprägt.
00:33:53: da muss man natürlich gucken welche sind das und in welchem Umfang die sind.
00:33:57: und wie wirkt sich das auf meine Kommunikation aus?
00:33:59: Ich hatte gerade gestern einen Moment, was wollte ich dann sagen?
00:34:02: Ich glaube ich wollte Kommunikationssagen Aber nur Kollaboration, Kooperation.
00:34:07: Und dann, wenn man so durcheinander das rausgekommt ... Ist da eine Kommunikation?
00:34:13: Was meine Kollegin sehr erheitert hat.
00:34:16: Ich dachte, ach guck!
00:34:17: Es ist halt normal und es ist ein Teil des Sprechens.
00:34:23: Und es ist unterschiedlich zwischen den Personen und allen, die gestottern eben mehr.
00:34:28: Ja.
00:34:30: Eins würde ich noch lesen... Und zwar ist das hier unter dem Bereich systematisches Arbeiten an individuellen Veränderungszielen.
00:34:41: Und zwar lautet da der Merksatz, nimm dich wichtiger!
00:34:43: Nimm dir Zeit für dein Veränderungsprojekt!
00:34:47: Stell dich in den Vordergrund mit deinen eigenen Bedürfnissen.
00:34:52: Wäre das etwas gewesen was du euren beiden Teilnehmern gerne mit auf den Weg gegeben hättest oder hast du es vielleicht auch noch auf den weggegeben?
00:35:01: Ja... Ich finde allein, dass man jetzt in der Therapie ist.
00:35:05: Das ist ja schon dieses von ... Wow!
00:35:08: Da passiert was?
00:35:09: Ich arbeite da dran.
00:35:11: Und da ist natürlich auch toll, wenn das im Umfeld der Betroffenen wahrgenommen wird und sie auch unterstützt werden.
00:35:22: bei unseren beiden Teilnehmern war es die Schule und wo das angekommen ist, wo es noch eine Rückmeldung gab wo sie dem auch eine Wichtigkeit einräumen und die Menschen im Umfeld an der Therapie teilnehmen, indem Sie als Kommunikationspartner in Unterstützend Fragen stellen.
00:35:41: Ein Gespräch führen, wo die andere üben kann.
00:35:44: Das hat dann in dem Moment eine Wichtigkeit.
00:35:46: Vielleicht kann man sich das noch bewusst vornehmen, so wie es da formuliert ist?
00:35:52: Und ich musste direkt an die Hierarchiearbeit denken.
00:35:55: Die war total ... Hilfreich bei dem Patienten, den ich näher mit betreut habe.
00:36:02: Wir hatten nicht eine klassische Leiter sondern eine Insel, die erreicht werden konnte.
00:36:09: Die Insel war natürlich ein Stück weg und es wird immer stürmischer und welliger auf dem Weg dahin.
00:36:14: Man hat den Ausgangspunkt und wir haben verschiedene kleine Inseln über die wir gehen um dieses Inselziel zu erreichen was die Person selber festlegt.
00:36:24: Und dazwischen gibt's ganz viele einzelne Schritte Und das war für meinen Patienten eine ganz erhellende Sache, sich die Dinge vorzunehmen.
00:36:35: So was wie ich Telefonier mit der Oma ... Ich spreche mal mit meinem Onkel, der auch stottert über Stottern.
00:36:43: Waren so Punkte oder in der Schule bringe ich das mal ein?
00:36:51: Am Ende war sein Ziel, ich akzeptiere, stottern ist ein Teil von mir und da war am Anfang ... Können wir da hinschreiben, aber es ist nicht.
00:37:00: Am Ende fragte er mich dann ... Ich habe gesagt, ich bin nenne am Telefon, ich stottere manchmal und dann hat der losgelegt mit seinem Inhalt.
00:37:10: Dann fragte der nach dem Telefonnaht.
00:37:14: Da hatte sie's nicht verstanden die andere Person am Telefon.
00:37:17: Er sagte, soll ich das noch mal sagen?
00:37:19: Ja, ich sag's nochmal!
00:37:20: Und dann hat das wiederholt auch, wobei ja nicht verstanden wurde.
00:37:25: Und das war total schön, da zu sehen und dann Haken dran zu machen.
00:37:30: Oh wow!
00:37:30: Das habe ich jetzt geschafft.
00:37:32: Das ist mein Weg und das meine Hierarchileiter.
00:37:38: Diese kleinen Ziele kann ich erreichen und die kann ich abhagen.
00:37:41: Haben wir auch noch mal zwischendurch ausgetauscht?
00:37:43: Aber da kriegt es nochmal eine Wichtigkeit.
00:37:46: Ich glaube, dass war ganz wichtig für dieses Akzeptanzthema.
00:37:54: Das ist ein Teil von mir.
00:37:55: Es gehört dazu, ich integriere es einfach und das ist dann nicht mehr wegzudenken.
00:38:01: Und dann ist die Bewertung auf einmal auch so raus.
00:38:05: So ist es.
00:38:08: Und dann kann ich auch selber entscheiden, brauche ich eine Fluency-Shaping oder Stottermodifikation?
00:38:13: Gibt's da eine Situation wo ich gerne flüssig sprechen möchte?
00:38:17: Okay können wir üben aber ich kann auch sehr bewusst entscheiden.
00:38:20: jetzt sitze hier heute Abend auf dem Sofa und stotter ich einfach.
00:38:23: meine Freundin weiß das kein Problem Und ich entlaste mich natürlich auch kognitiv, weil diese Sprechtechniken brauchen sehr viel Zuwendung und bewusstes Einsetzen.
00:38:34: Natürlich muss man die auch viel üben bis ... bis die im System irgendwie so verankert sind, dass ich nicht mehr so viel Mühe aufwenden muss.
00:38:43: Aber das wäre jetzt nicht mein hauptsächliches Ziel.
00:38:46: Uns geht es bei der kooperativen Stottertherapie Kostott nicht darum, dass jemand stotterfrei spricht sondern, dass die Person mit ihrem Stottern gut leben kann.
00:38:57: und wo da das Ziel ist bestimmt die Person selbst.
00:39:00: Jetzt fällt mir auf, zum ersten Mal den Namen überhaupt.
00:39:03: das Konzept ist gesagt.
00:39:04: Damit hätten
00:39:05: wir immer starten können!
00:39:07: Vielleicht kannst du dazu noch ein bisschen was erzählen wie dieser Name entstanden ist?
00:39:09: Das heißt ja jetzt nicht Stottertherapie im Rahmen der Schlafhorst-Andersin-Therapie oder irgendwas sondern Schlaf-Horst andersom taucht da drin gar nicht auf.
00:39:18: ich weiß... Ich war ein bisschen bei der Namensfindung involviert und dann wurde zumindest um Meinung gebeten Und es war ein Thema ob der Schlafshorst anders sind irgendwie Einfließen soll, ihr habt euch dagegen entschieden.
00:39:29: Vielleicht kannst du zu diesem Prozess noch mal was sagen?
00:39:31: Also es heißt schon kooperative Stottertherapie der Atem-Sprech- und Stimmlehre.
00:39:36: also da steht's drin aber jetzt nicht in dem kurzen Schlagnamen weil am Ende wollen wir nicht dass das Konzept im Mittelpunkt steht sondern was vorne steht die Kooperation.
00:39:47: das kooperatives kommt aus der kooperativen Sprachtherapie Und Jens Kramer zum Beispiel war ja schon sehr aktiv im Bereich Mutismus.
00:40:00: Heißt das auch kooperative Mutismustherapie?
00:40:02: Ja, Komut!
00:40:03: So heißt es ja auch schon und da gibt's auch ein Bausteinkonzept und wir haben einfach gemerkt dass ganz viel von dem wie wer arbeiten möchten da schon drin steckt.
00:40:14: also dass die Person selber die Ressource ist und die Person auch selbst bestimmt wohin solls gehen.
00:40:22: Die Person kooperiert in einem Netzwerk mit Menschen, die um sie herum sind und dort findet Kommunikation statt.
00:40:29: Wir kooperieren in der Therapie-Einheit.
00:40:33: Ich als Therapeute bestimme nicht alles.
00:40:35: Sie bringen mich mit gutem Ideen ein.
00:40:37: Aber am Ende muss es für die Personen
00:40:39: passen.
00:40:41: Und die Person an sich steht im Zentrum.
00:40:46: Ja, total schön!
00:40:49: Ich gucke jetzt hier noch mal auf meinen Zettel, was da so drauf steht.
00:40:55: Darf ich noch auf Stressbewältigung
00:40:57: eingeben?
00:40:57: Auf jeden Fall!
00:40:59: Das ist ja meine vorletzte Frage, die ich immer stelle.
00:41:04: Ob du noch irgendwas hast, was darauf geblieben ist...
00:41:07: Ja wir haben ja über Atmung schon kurz gesprochen und das ist noch zum Punkt der finde ich ganz Zentrales und wo ich glaube dass Hilfreiches noch mitgeben können, denn im Konzept Schlafhorst Andersen geht es ja auch viel um den Eutonus.
00:41:32: Zu wenig Spannung gebe ich ein bisschen mehr und bereichend zu viel Spannungen führe ich in die Entspannung so dass eine Wohl-Spannung entsteht.
00:41:38: nicht totale Entspanungen die hilft uns nicht weiter sondern das wir ausgleichen.
00:41:44: Das tun wir über die Atmung vor allen Dingen über den Nervous Vargus der uns schön in die Entspannung bringen kann.
00:41:53: In meiner Empfindung hat Stotter noch viel mit Stress zu tun, ne?
00:41:57: Ich bin in Interaktion, ich merke, dass sich Stottere ... Scheiße!
00:42:00: Jetzt stottern wir schon wieder mehr und dann geht die Stimme hoch, vielleicht sogar zum ganzen Körper.
00:42:10: Genau.
00:42:10: Das verstärkt das Stottern, genauso wie die vor anderem ... Jetzt bin ich nicht stottere!
00:42:15: Da sprachen wir im Rahmen der Akzeptanz drüber.
00:42:18: Einen Baustein ist akzeptiert.
00:42:20: Aber ich kriege diese Akzeptance auch in den Körper.
00:42:23: Der Körper reagiert ein Teil und der Körper kann den Körper einsetzen oder ... mit dem Arbeiten, dem Signale senden.
00:42:34: Dass wir jetzt in die Entspannung gehen und da wohl gespannt in die Situation reingehen.
00:42:39: Und das ist ein Baustein, eben Atmung und der Körper ... Ja?
00:42:45: Ich glaube, dass es so ein zentraler Bausteint, der mich hier noch ins Auge springt.
00:42:53: Total gut!
00:42:54: Da haben wir schon wieder das Thema Atmungen drin aber nicht um die Sprechweise eigentlich zu verändern, sondern so eine Basis zu schaffen und ja diese Integration wieder in den Körper.
00:43:04: Und einen Umgang irgendwie mit dem Stottern.
00:43:07: Ja auch beim Sprechen.
00:43:08: also wir haben das ganz viel.
00:43:10: Wir haben ganz viele Atem-Schriftzeichen gearbeitet.
00:43:12: Ich liebe Atem Schriftzeiche.
00:43:14: bei Stotter ist es ganz toll weil da ist so viel drin.
00:43:17: man hat die körperliche Komponente Die Hand zeichnet der Arm bewegt sich Man kann sogar mit den Füßen machen was den Person hilft und ich habe den Atem rütschmus, Einatmung, Ausatmungen, Atempause.
00:43:31: Alle diese Phasen werden auch sichtbar in einem Atemschriftzeichen.
00:43:38: Dabei spreche ich.
00:43:39: Ich kann auch dabei stottern beim Atemschriftzeichen, ne?
00:43:42: Also das kann man so zu verschiedenen Phasen immer wieder einsetzen und da haben wir ja Atmung und Sprechen und Kommunikation drin.
00:43:49: Wir haben auch Atem schriftzeichend gemacht und dabei telefoniert.
00:43:54: Und das hat er auch mit in den Alltag genommen, die seinen echten Bringer.
00:43:59: Mhm toll!
00:44:01: Vielleicht noch mal ein gutes guter Aufruf nochmal in die Literatur zu schauen sich da vielleicht nochmal zu belesen und damit auseinanderzusetzen.
00:44:08: Ja, noch einfach auszuprobieren.
00:44:10: Was funktioniert für diese Person?
00:44:12: Ist es das Atemschiffchen oder ist der Vierstrahl?
00:44:16: Was hilft der Person?
00:44:17: Und dann kann's auch toll in den Transfer gehen weil die brauche ich ja nicht im Marmalen sondern die kann ich mir am Ende auch vorstellen wenn sie eine gute Hilfe für mich sind.
00:44:25: Also die Hilfsmittel wieder abzubauen um den Transfer zu gewährleisten.
00:44:30: Meine letzte Frage, es zieht eigentlich immer darauf ab auf so ein Best Practice Beispiel.
00:44:35: Jetzt würde ich gar nicht irgendeins haben wollen, sondern mich würde natürlich jetzt aus deiner Therapie-Erfahrung aus der Studie interessieren ob du da irgendwie einen bestimmten Moment hattest eine bestimmte Stunde an die du irgendwie gerne zurückdenkst was da besonderes passiert ist wo es vielleicht so ein Aha-Moment gab oder so ein Wendepunkt.
00:44:57: fällt dir da etwas
00:44:57: ein?
00:45:00: Eigentlich sind es die Atem-Schriftzeichen.
00:45:03: Und auch immer wieder, wenn ich Personen beobachte ... Ich bin ja viel in der Supervision tätig, wo ich Schülerinnen und Schüler beobakte und wir gemeinsam überlegen, wie kann's für diese Person gut vorangehen?
00:45:16: Wenns da in diese praktische Arbeit geht, in diese körperliche ... wo Atmungsstimme einbezogen ist.
00:45:24: Das kann im Schwingen sein, bei den Atem-Schriftzeichen sein und wenn man merkt wie das System sich reguliert und dann auch die Sprechweise sich verändert und auch Mimik ... Die Stimme, finde ich immer wieder erhellend.
00:45:43: Auch wenn mir es bewusst ist, muss immer um den Transfer gehen, die Momente sind toll.
00:45:48: Transfer steht im Mittelpunkt.
00:45:51: Ja, eigentlich war das Highlight dieser ganzen Arbeit.
00:45:56: Dieser Junge der am Ende oder im Laufe der Zeit wurde er immer offener und hat immer mehr auch erzählt.
00:46:05: Wir müssen jetzt mal gucken, dass wir unsere Inhalte hier schaffen.
00:46:09: Und wo uns aus der Praxis gefeedbackt wurde ... Ach ja?
00:46:12: Der geht so locker flockig durch und ruft noch einen Hallo oder ein Tschüss!
00:46:18: Selbstsicherheit irgendwie entwickelt und ich habe auch schon mal die Ergebnisse gelinzt.
00:46:24: Und hab's gesehen, dass die Äußerungslänge also wie viel die Person eigentlich erzählt das die gestiegen ist?
00:46:35: Ich dachte ach das ist ja voll interessant und da geht es gar nicht primär darum Wie viel wird gestottert, sondern wie gut ist die Person damit?
00:46:45: Und wie kann sie damit auch in die Außenwelt gehen.
00:46:48: Ich denke gerade mit vierzehn Jahren ist es echt toll, wenn er sich an seiner Jugendzeit selbstbewusst im Stottern erlebt und das einfach nur ein Teil ist aber nicht seine Kommunikation
00:47:04: bestimmt.".
00:47:05: So ein Ausblühende, damit alles
00:47:07: beschäftigt
00:47:09: ist.
00:47:10: Da freu ich mich immer noch ganz doll in den Drinnen, dass er da so vorangekommen
00:47:17: ist.
00:47:18: Sehr schön!
00:47:18: Vielen Dank!
00:47:20: Sehr gerne!
00:47:21: Ganz herzlichen Dank für die Einladung.
00:47:25: Ich finde, diese Folge hat sehr gut aufgezeigt wie Zeitintensivforschung ist, welche Ressourcen sie braucht und welches Engagement notwendig es ist
00:47:34: um ein Forschungsprojekt
00:47:35: von der Planung in die Anwendung zu bringen.
00:47:38: Christine oder auch andere Mitglieder der Forschungsgruppe werden übrigens bei dem diesjährigen Bad Nendorfer Therapietag, der am achtundzwanzigsten elften sechsund zwanzig hier in Bad Nendoch stattfindet dabei sein und in einem Vortrag sowie einem Workshop diesen bereichern.
00:47:53: Also wenn dich das interessiert, kommen gerne vorbei und melde dich jetzt an über die Seite des Instituts Schlafhorst-Anlassen.
00:48:00: Ich hoffe auch du konntest dir etwas mitnehmen und hast eine neue Perspektive gewonnen Und ich freue mich, wenn du auch beim nächsten Mal wieder dabei bist Wenn wir gemeinsam die interdisziplinäre Welt der Stimme erforschen.
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